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Comeback von BTS: Die sieben Gesichter von BTS

May 27, 2026  Twila Rosenbaum  2 views
Comeback von BTS: Die sieben Gesichter von BTS

BTS sind zurück, und ihr Comeback 2026 beginnt mit einem Paukenschlag: Bei den American Music Awards in Las Vegas räumten sie alle drei Kategorien ab, für die sie nominiert waren – darunter Artist of the Year und Song of the Summer für „Swim“. Damit bewies die südkoreanische Boygroup erneut ihre ungebrochene globale Strahlkraft. Doch was die Gruppe so besonders macht, sind die sieben sehr unterschiedlichen Menschen dahinter. Jedes Mitglied bringt einzigartige Talente, Persönlichkeiten und Geschichten mit, die zusammen ein unverwechselbares Gesamtkunstwerk ergeben. Nach der zweijährigen Militärpause, die alle sieben ableisteten, ist die Vorfreude auf die gemeinsame Musik riesig. Die folgenden Porträts zeigen, wer hinter den Bühnennamen steckt.

RM: Der Anführer mit den offenen Worten

Den Anfang macht RM, bürgerlicher Name Kim Nam-joon, als Leader der Gruppe. Er ist die intellektuelle Stimme von BTS, ein Rapper und Autor, der sich zwischen Pop-Inszenierung und echtem künstlerischem Anspruch bewegt. Zwei Soloplatten hat er bereits veröffentlicht: „Indigo“ (2022) und „RPWP“ (2024), die beide für ihre lyrische Tiefe gelobt wurden. Auch über Selbstzweifel, Druck und seine schwierige Zeit beim Militär spricht RM offen. Im Interview mit dem „Rolling Stone“ thematisierte er im April seine Krise im Jahr 2025: „Körperlich bin ich raus, aber mental gestehe ich mir einfach diesen grundlegenden Kummer ein. Ich weiß nicht, wie man ihn nennt, aber er ist immer da, irgendwo in meinem Herzen.“ Diese Ehrlichkeit hat ihm die Zuneigung von Millionen Fans eingebracht. RM besitzt einen IQ von 148 und spricht fließend Englisch, was ihn oft zum Sprachrohr der Gruppe in internationalen Medien macht. Er ist nicht nur ein talentierter Musiker, sondern auch ein leidenschaftlicher Kunstsammler und Förderer der koreanischen Kulturszene. Sein Einfluss auf die musikalische Ausrichtung von BTS ist immens – viele der tiefgründigsten Songs tragen seine Handschrift.

Jin: Der Entertainer

Jin, Kim Seok-jin, ist mit 33 Jahren das älteste BTS-Mitglied – und womöglich das publikumsnächste. Er hat allem voran immer die Fans im Blick. Wie sehr, zeigt eine Anekdote, die er dem „Rolling Stone“ erzählte: Die ursprünglich auf vier Monate angelegte Comeback-Tour streckte er auf ein ganzes Jahr, weil er das Gefühl hatte, die Fans bräuchten mehr. Neben seiner Bühnenarbeit bei BTS ist er in der koreanischen Netflix-Variety-Show „Kian's Bizarre B&B“ zu sehen – einem Skurrilitätsfest, das sein Image als leicht ironischer, aber immer gutgelaunter Entertainer weiter geschärft hat. Jin ist bekannt für seinen „Worldwide Handsome“-Charme und sein unverwechselbares breites Lächeln. Er absolvierte seinen Militärdienst als einer der ersten und engagierte sich dort bei der Feuerwehr. Sein Solo-Debütalbum „Happy“ (2024) zeigte eine verspielte Seite, mit Songs wie „The Astronaut“ (ursprünglich mit Coldplay) und „I'll Be There“. Jin ist zudem ein talentierter Koch und teilt regelmäßig Videos von seinen kulinarischen Experimenten – ein Hobby, das ihn noch nahbarer macht.

Suga: Der stille Produzent

Suga, bürgerlicher Name Min Yoon-gi, ist das stille Gegenstück. Nach außen zurückhaltend, musikalisch aber einer der prägendsten kreativen Köpfe, die BTS hat. Bevor er 2013 mit der Gruppe debütierte, arbeitete er bereits als Underground-Rapper und Produzent. Viele Songs tragen seine Handschrift – er rappt, schreibt und produziert. Als Solokünstler veröffentlicht er Musik unter dem Pseudonym Agust D, ein Wortspiel aus „Suga“ rückwärts und „DT“ für seine Heimatstadt Daegu Town. Die Themen seiner Solotitel sind selten leicht: Leistungsdruck, psychische Belastung, der Preis des Erfolgs. Sein Album „D-DAY“ (2023) erreichte Platz 2 der Billboard 200, und die dazugehörige Welttournee war ausverkauft. Suga leidet unter einer Schulterverletzung, die ihn während seiner Militärzeit besonders forderte, aber er hat sich zurückgekämpft. Er ist auch ein erfolgreicher Songwriter für andere Künstler und betreibt mit „Genius Lab“ ein eigenes Musikstudio. Seine ruhige, analytische Art macht ihn zum Ruhepol in der Gruppe – sowohl auf der Bühne als auch im Alltag.

J-Hope: Der Tänzer

J-Hope, Jung Ho-seok, ist der Energiebringer der Gruppe – tänzerisch, physisch, energisch. Er war schon vor BTS in einer Streetdance-Crew aktiv, und das sieht man: Wenn er auf der Bühne steht, zieht er die Dynamik nach vorne. Auch als Solokünstler ist er aktiv und verbindet dabei Stile von Hip-Hop bis Pop. Sein Solo-Debütalbum „Jack In The Box“ (2022) zeigte eine dunklere, experimentelle Seite, während die dazugehörige Lollapalooza-Performance in Chicago kritische Begeisterung auslöste. J-Hope war das erste BTS-Mitglied, das 2024 seinen Militärdienst begann, und übernahm dort die Rolle eines Drill-Instructors – eine Aufgabe, die perfekt zu seiner disziplinierten Art passt. Er ist bekannt für sein ansteckendes Lachen und seine Fähigkeit, selbst in stressigen Momenten die Stimmung zu heben. Seine Tanz-Choreografien, oft gepaart mit kraftvollen Sprüngen, sind Markenzeichen von BTS-Auftritten. J-Hope arbeitet auch hinter den Kulissen als Kreativdirektor für die Bühnenshows der Gruppe.

Jimin: Der Emotionsträger

Jimin kam als letzter der sieben zu BTS. Sein Tanzstil wurzelt im Contemporary Dance, was seine ausdrucksstarken Bewegungen bis heute prägt. Er ist in der Gruppe oft derjenige, dem die emotional anspruchsvollsten Gesangsparts zufallen. International machte er von sich reden, als sein Song „Like Crazy“ die US-Billboard-Hot-100 anführte – als erster Song eines koreanischen Solokünstlers überhaupt. Sein Solo-Album „FACE“ (2023) thematisierte Identität und innere Kämpfe, während die folgende Single „Closer Than This“ eine sanftere Popnote anschlug. Jimin ist bekannt für seine zärtliche Art gegenüber Fans und sein Engagement für wohltätige Zwecke, etwa für Bildung und Kinderhilfe. Während seines Militärdienstes diente er bei der Militärpolizei. Seine perfektionistische Einstellung treibt ihn an, jede Performance bis ins kleinste Detail zu verfeinern. Jimins Bühnenpräsenz ist so stark, dass ihn viele als das Herz der Gruppe bezeichnen – seine emotionalen Ausbrüche in Liveshows haben schon mehrfach virale Aufmerksamkeit erhalten.

V: Die Kunstfigur

V, Kim Tae-hyung, ist der Stilist unter den sieben. Bei ihm greifen Mode, Pop und Schauspiel ineinander. Seine tiefe Stimme sticht im K-Pop-Umfeld heraus. Entdeckt wurde er fast zufällig: Er begleitete ursprünglich einen Freund zu einem Vorsingen, wurde dort selbst gecastet und landete schließlich bei BTS. Seine Soloprojekte bewegen sich fernab des typischen Bandklangs, in Richtung ruhiger Pop-, R&B- und Jazzeinflüsse. Dazu ist er leidenschaftlicher Fotograf und gilt als ausgeprägter Ästhet. Sein Solo-Debütalbum „Layover“ (2023) mit Hits wie „Slow Dancing“ und „Rainy Days“ erreichte Platz 2 der Billboard 200. V ist auch als Schauspieler aktiv: Er hatte einen Cameo-Auftritt in der Serie „Yumi's Cells“ und plant eine Hauptrolle in einem kommenden K-Drama. Sein Faible für Kunst zeigt sich in seiner Zusammenarbeit mit Fotografen wie Yoon Ji-yong. Während der Militärzeit diente V bei der Special Warfare Command und bewies physische Stärke. Sein unkonventioneller Modestil und sein parfüm-ähnliches Charisma haben ihm eine treue Fangemeinde eingebracht.

Jungkook: Der Jüngste

Jungkook, 28, schließlich ist das jüngste Mitglied – und für viele der vollständigste Allrounder der Gruppe. Gesang, Tanz, Performance, Sport, kreative Arbeit hinter den Kulissen: Der Spitzname „Golden Maknae“, also das goldene Nesthäkchen, trifft es gut. Als Solokünstler knüpfte er mit seinem Album „Golden“ (2023) direkt an diesen Spitznamen an; Songs wie „Seven“ und „Standing Next to You“ wurden zu internationalen Erfolgen. Er ist der, der am leichtesten im globalen Mainstream landet. Jungkook hält mehrere Guinness-Weltrekorde, darunter für die am schnellsten gestreamte K-Pop-Single auf Spotify. Er ist ein begnadeter Zeichner, Boxer und sogar Gelegenheits-Regisseur von Musikvideos für die Gruppe. Seine Vielseitigkeit spiegelt sich in fast jedem Aspekt seines Schaffens wider. Während der Militärzeit diente er bei der Army’s Sixth Infantry Division. Jungkook ist bekannt für seine Bühnenenergie, die oft die Grenzen des Möglichen ausreizt – sei es durch Akrobatik oder durch das Halten schwieriger hoher Töne live. Sein Einfluss auf die Popkultur ist so groß, dass er oft als „der heimliche Star des K-Pop“ bezeichnet wird.


Source: gala.de News


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