Die „The Walking Dead“-Fans warten gespannt auf die vierte Staffel von „The Walking Dead: Daryl Dixon“. Bisher fehlt noch ein genaues Startdatum, doch die Dreharbeiten sind längst abgeschlossen – Norman Reedus hat seinen offiziell letzten Drehtag im Horror-Universum bereits vor Monaten gefeiert. Während der Produktion der dritten und vierten Staffel reiste Reedus mehrfach nach Spanien. Dabei hat ihn eine Region im Nordwesten des Landes besonders beeindruckt.
Im Gespräch mit der spanischen Tageszeitung „Cadena SER“ (via SensaCiné) erklärte der 56-Jährige: „Galicien ist mein Lieblingsort. Das Essen ist hervorragend. Ich bin eigentlich kein Strandmensch, ich mag es nicht, mir am Strand einen Sonnenbrand zu holen, und ich mag weder Sand noch Strandbesucher. Aber die Strände Galiciens finde ich wirklich toll, weil sie geheimnisvoll, neblig, stürmisch und irgendwie unheimlich sexy sind. Ich mag Galicien wirklich sehr.“ Besonders angetan hat es ihm die „Costa da Morta“ (Küste des Todes), eine malerische, oft raue Küstenregion. „Das Essen, die Architektur, die Menschen … es ist so viel Leidenschaft spürbar. Die Leute wollen mit einem reden, sie wollen einen umarmen, sie wollen sich immer weiter unterhalten, einen allen vorstellen. Ihre Art zu sprechen ist anders. Ich möchte sogar ein Haus in Galicien kaufen.“
Diese Begeisterung ist nicht verwunderlich: Galicien ist bekannt für seine atemberaubende Natur, die von den grünen Hügeln bis zu den wilden Atlantikstränden reicht. Die Region ist reich an keltischem Erbe, was sich in der Musik, den Legenden und der Architektur widerspiegelt. Orte wie Santiago de Compostela, die Altstadt von Lugo oder die Rías Baixas mit ihren Weinbergen ziehen Besucher aus aller Welt an. Für Reedus, der selbst in New York geboren wurde und in Connecticut aufwuchs, scheint die galicische Lebensart eine besondere Anziehungskraft zu haben.
Die Faszination von Galicien für Schauspieler und Fans
Dass Norman Reedus sich in Galicien verliebt hat, passt zur Natur der Serie: „The Walking Dead: Daryl Dixon“ zeigt Daryl (Reedus) und Carol (Melissa McBride) auf einer Reise durch Europa, nachdem die Handlung die USA verlassen hat. In der dritten Staffel führte der Weg die beiden nach Spanien – und in der vierten Staffel bleiben sie dort. Gedreht wurde unter anderem in Kastilien und León, Madrid, der Region Valencia, Katalonien und eben Galicien. Die regionale Vielfalt bietet den Produzenten nicht nur spektakuläre Kulissen, sondern auch eine kulturelle Tiefe, die die Serie bereichert.
Reedus’ Liebe zu Galicien teilt er mit vielen Fans, die auf Social Media oft Fotos von den Drehorten posten. Die „Costa da Morta“ ist beispielsweise ein beliebtes Ziel für Wanderer und Fotografen, die die wilden Wellen und die düsteren Nebel einfangen wollen. Die Strände wie Playa de las Catedrales oder Praia do Rostro bieten genau das, was Reedus beschreibt: eine geheimnisvolle, fast magische Atmosphäre. Es ist kein Wunder, dass die Macher der Serie diese Landschaften für die postapokalyptische Welt von Daryl Dixon gewählt haben – sie wirken oft bedrohlich, aber auch seltsam schön.
Darüber hinaus ist die galicische Küche legendär: Pulpo a la gallega (Oktopus), Empanadas, die Meeresfrüchte der Rías Baixas und die Weine aus der Ribeira Sacra haben weltweit Fans. Reedus, der in vielen Interviews seine Vorliebe für gutes Essen betont, scheint hier kulinarisch voll auf seine Kosten gekommen zu sein. Die Kombination aus rauer Natur, herzlicher Gastfreundschaft und exzellenter Küche hat den Schauspieler offenbar tief beeindruckt.
Norman Reedus: Vom Model zum Überlebenskämpfer
Norman Reedus wurde 1969 in Hollywood, Florida, geboren und wuchs in Los Angeles und New York auf. Er begann seine Karriere als Model und Schauspieler in den 1990er Jahren. Seinen Durchbruch feierte er mit der Rolle des Murphy MacManus in „The Boondock Saints“ (1999) und der Fortsetzung. Doch weltberühmt wurde er als Daryl Dixon in der AMC-Serie „The Walking Dead“ (2010–2022). Daryl, ein wortkarger Überlebenskämpfer mit Querpfeil und Bogen, entwickelte sich schnell zum Liebling der Fans. In elf Staffeln blieb er eine der wenigen ursprünglichen Hauptfiguren, die den Tod der Serie überlebten – was zeigt, wie beliebt die Figur war.
Nach dem Ende der Hauptserie bekam Daryl ein eigenes Spin-off: „The Walking Dead: Daryl Dixon“, das 2023 startete. In der Serie reist Daryl nach Frankreich und trifft dort auf neue Verbündete und Feinde. In der zweiten Staffel stieß Carol (Melissa McBride) hinzu. Die dritte Staffel feierte im September 2025 Premiere und führte die Handlung nach Spanien. Die vierte und letzte Staffel wird die Geschichte von Daryl und Carol abschließen. Acht Episoden sind geplant, und der Start wird für Herbst 2026 erwartet – auf Deutsch dann voraussichtlich bei MagentaTV, wie gewohnt kurz nach der US-Ausstrahlung auf AMC.
Reedus ist nicht nur Schauspieler, sondern auch Künstler und Fotograf. Er hat mehrere Bücher veröffentlicht („The Black Mirror“, „Portraits of a Killer“) und war mit der Schauspielerin Diane Kruger liiert, mit der er einen Sohn hat. Sein Engagement in der Walking Dead-Reihe hat ihm nicht nur Ruhm eingebracht, sondern auch eine treue Fangemeinde. Dass er sich nun sogar vorstellen kann, in Spanien ein Haus zu kaufen, zeigt, wie sehr ihn das Land geprägt hat.
Die Bedeutung von Galicien für die Serie
Die vierte Staffel von „Daryl Dixon“ wird zeigen, wie Daryl und Carol versuchen, einen Weg zurück in die USA zu finden. In der dritten Staffel endeten sie in Spanien festgesetzt. Die Raue Küste Galiciens könnte dabei als Kulisse für die finalen Kämpfe gegen Zombies und menschliche Widersacher dienen. Die nebligen Strände und die verfallenen Steinmauern der Region bieten eine authentische postapokalyptische Atmosphäre – und für Reedus persönlich eine emotionale Bindung.
„The Walking Dead“-Schöpfer Robert Kirkman hat die Hoffnung auf ein großes Crossover aller Spin-offs bereits begraben, was bedeutet, dass Daryls Geschichte in Staffel 4 abgeschlossen wird. Dennoch können sich Fans auf einen spektakulären Abschied freuen, der auch die Schönheiten Spaniens in den Fokus rückt. Reedus’ Liebe zu Galicien ist dabei mehr als nur eine Randnotiz: Sie zeigt, wie sehr persönliche Erfahrungen eines Schauspielers die Wahrnehmung einer Serie prägen können.
Zusätzlich zu den Dreharbeiten in Spanien besuchte Reedus auch andere Orte wie die Weinberge von Rueda oder die Burg von Ponferrada, die in der Serie eine Rolle spielen. Die Produktion nutzte die natürliche Dunkelheit der Region für die atmosphärisch dichten Szenen. In Interviews betonte der Kameramann der Serie, dass die Lichtverhältnisse in Galicien einzigartig seien – der ständige Wechsel zwischen Sonne und Nebel verleihe den Bildern eine fast filmnoirhafte Qualität.
Für die deutsche Veröffentlichung ist MagentaTV der exklusive Anbieter der neuen Folgen. Wann genau die vierte Staffel erscheint, steht noch nicht fest, aber die Wahrscheinlichkeit liegt bei September oder Oktober 2026. Fans sollten die Kanäle von AMC und MagentaTV im Auge behalten.
Norman Reedus’ Begeisterung für Galicien ist eine wunderbare Werbung für die Region. Vielleicht inspiriert sie ja den einen oder anderen Zuschauer, selbst eine Reise dorthin zu unternehmen – nicht um Daryl Dixon zu treffen, aber um die mystischen Strände und die herzlichen Menschen kennenzulernen, die den Star so um den Finger gewickelt haben.
Source: moviepilot.de News